Zur Geschichte

Bild oben: Eine über 2000 Jahre alte Darstellung des Energiesystems mit Toren und Bahnen.

Die ältesten derzeit bekannten Aufzeichnungen sind über 5000 Jahre alt und stammen aus dem tibetischen Raum. Sie bilden eine der vier großen Quellen, über die das empirische Volkswissen vom Energiesystem und der ganzheitlichen Psychosomatik zu uns gelangt sind.

1. Aufzeichnungen aus Tibet:
Gefunden hat sie der Japaner Jiro Murai (1886-1960) Anfang des 20. Jahrhunderts in der kaiserlichen Hofbibliothek. Selbst auf der Suche nach Hilfe für seine lebensbedrohliche Krankheit expermimentierte er mit den abgebildeten Energietoren und mit den Gesten und Fingerhaltungen von Buddhastatuen (Mudras) und erfuhr die befreiende, heilsame Wirkung der Energietore und Griffe, welche ihm zur Genesung verhalfen. Er widmete den Rest seines Lebens der Erforschung dieser Energietore und –bahnen und gründete in Japan die Jin Shin Jiutsu Schule. Er gab sein Wissen an seine beiden Schüler Haruki Kato und Mary Burmeister weiter. Letztere brachte Jin Shin Jiutsu Anfang der 1960er Jahre nach Amerika und übersetzte Jiro Murais Erfahrungen und seine eher (Zen-)buddhistischen Einsichten in ein christliches Erklärungsmodell unter Einbindung anderer Methoden wie z.B. Numerologie und Astrologie.

2. Geisteswissenschaften:
Die zweite wichtige Quelle an ganzheitlichem Wissen enthält die Erkenntnisse aus der buddhistischen Wissenschaft vom Bewusstsein, sowie seine Verbindungen zum Energiesystem und in weiterer Folge zum Körper. Dabei handelt es sich jedoch nicht um Religion oder Glauben irgendwelcher Art sondern um Gesetzmäßigkeiten und Wirkungsweisen, die bei jedem Menschen in gleicher Weise stattfinden und als solche vor über 2500 Jahren entdeckt und erforscht wurden und daher zeit- und kulturunabhängig überprüfbar (Empirie) und nachweislich wirken (Evidenz). Der Wissenstransfer fand und findet bis heute vor allem durch den Kontakt und Austausch mit, sowie dem Studium bei tibetisch-buddhistischen Ärzten (Medizin-Lamas), Professoren buddhistischer und geisteswissenschaftlicher Universitäten, Philosophen, Psychologen, Therapeuten und Meditationsmeistern statt.

3. Entdeckungen einer deutschen Krankenschwester:
Die dritte Quelle an Wissen und Zusammenhängen besteht aus den Erfahrungen der deutschen Krankenschwester Theresia Rasch-Schaffer, die Ende der 70er Jahre des letzten Jahrhunderts auf der Suche nach Lösungen für ihre schwere Krankheit durch ein mehrjähriges Selbststudium und durch Experimentieren am eigenen Körper ebenfalls umfassende direkte Erfahrungen vom Energiesystem, den Toren und ihren Zusammenhängen erwerben konnte. Nach Lösung der eigenen Krankheit entwickelte sie eine praktisch-intuitive Anwendungsform. Jahre später entstand der Kontakt und Austausch mit Jin Shin Jiutsu und Mary Burmeisters christlichem Modell. Theresia Rasch-Schaffer gründete 1985 die Rang Dröl Schule für angewandtes Yoga und unterrichtet Strömen nach mehreren inhaltlichen Veränderungen heute schwerpunktmäßig nach dem Erklärungsmodell der Traditionellen Chinesischen Medizin (TCM).

4. Das Volkswissen:
Die vierte, größte und bis heute wichtigste, lebende und ständig weiter wachsende Wissensquelle ist das uns allen bereits innewohnende Volks- oder besser Menschheitswissen vom Energiesystem, den Energietoren und den Zusammenhängen zwischen Körper und Geist. Dieses empirische Wissen kann jederzeit von jedermann durch eigene Anwendung und Erfahrung erlebt und überprüft werden. Während wir beispielsweise medizinisches Wissen über unseren Körper erst erwerben müssen, weil wir es kaum empfinden können, spüren und nutzen wir unsere Energietore Tag und Nacht aktiv, vor Jahrtausenden genauso wie heute, in allen Kulturen und von Babytagen an bis ins hohe Alter.

Wir berühren und halten unsere Energietore (zumeist unbewußt und intuitiv), weil wir unsere Blockaden, Spannungen, Schmerzen und Alltagsbeschwerden wahrnehmen können und – Hände auf- oder hinlegend – beruhigen wollen. Mit zunehmender Lebenserfahrung beschreiben wir ihre immer gleichen und immer klarer erkennbaren Zusammenhänge in Sinnsprüchen und bildhaften Beschreibungen, zeigen in Gesten und Mimik ihre Bedeutung und Zusammenhänge auf (bewusst genutzt z.B. in der Pantomime) und drücken deren Analogien in unserer Alltagssprache (Volksmund) aus. 

Aufgrund unserer ständig in Entwicklung und Veränderung befindlichen menschlichen Erfahrungen (Geist) und ihren immer exakt entsprechenden Wirkungen (Körper) werden wir nicht nur ständig neue Herausforderungen, Belastungen, Symptome und Krankheiten kreieren sondern ebenso neue Erkenntnisse, Zusammenhänge und Lösungen, die zu neuen Einsichten und zu neuen (Volks-)weisheiten führen werden.

Vier Wissensquellen in einer Tradition vereint

Der Erfahrungsschatz des Impuls-Strömens, welcher seit 1990 kontinuierlich wächst und in den EUFIS Kursen und Ausbildungen unterrichtet wird, vereint das Wissen aller vier Quellen mit den über 27 Jahre langen gemeinsamen Erfahrungen all unserer Profis und Lehrenden aus Forschung, Studium, Sammlung, Weiterentwicklung und täglicher praktischer Anwendung in Alltag, beruflicher Praxis, Unterricht und Ausbildung.

Vier Schulen, was macht den Unterschied?

Das EUFIS ist jedoch nicht die einzige Strömschule, insgesamt gibt es vier bekannte Traditionen, die Strömen praktizieren und vermitteln. Neben dem EUFIS und den oben bereits erwähnten Traditionen, der Jin Shin Jiutsu Schule und der Rang Dröl Schule gibt es noch eine vierte Tradition, Jin Shin Do (eine kleine Unterschule bzw. Abwandlung von Jin Shin Jiutsu).

Alle vier Traditionen unterrichten die Anwendung des Strömens, unterscheiden sich aber wesentlich hinsichtlich

- ihrer Quellen, ihrem Gesundheitsmodell und Menschenbild
- der praktischen Anwendung an sich selbst und anderen
- des Lern- und Lehrangebotes und der Berufschancen

Was das Wissen über die Zusammenhänge von Körper und Geist, Gesundheit und Krankheit betrifft, unterscheidet sich Impuls-Strömen vor allem durch seine zahlreichen Überlieferungsquellen und durch das verwendete Bewusstseinsmodell, welches ein tiefgründiges Verständnis der Symptome und der ihnen zugrundeliegenden Qualitäten (> Symptomweisheiten) ermöglicht. Diese zeigen nicht nur die Funktion und den Nutzen von Symptomen auf (ganzheitliche Psychosomatik) sondern auch das darin enthaltene Potenzial an guter Absicht und Lebensqualität (> Potenzialsprache).

Was die praktische Anwendung betrifft, unterscheidet sich Impuls-Strömen vor allem durch eine für den Westen weiterentwickelte, lebensnahe und komfortable Anwendung – sowohl für sich selbst als auch für das Strömen anderer. Sie ist auf Erholung und Genuss ausgerichtet, in jeder Alltagssituation leicht einsetzbar und ermöglicht besonders tiefe, regenerierende Entspannungszustände.

Was das Lern- und Lehrangebot betrifft, so ist das EUFIS bislang die einzige Strömtradition, die ein durchgehend transparentes und klar strukturiertes Lern- und Lehrsystem anbietet, in dem jede/r Interessent/in alle Kurs-, Ausbildungs-, Berufs- und Lehr-Niveaus durch die entsprechende Ausbildung und Praxis erreichen kann. Das EUFIS ist im deutschsprachigen Raum derzeit die einzige auch als Bildungseinrichtung anerkannte Strömschule, welche über internationale Qualitätsstandards und Qualifikations-Zertifikate verfügt und vier Ausbildungslehrgänge anbietet, welche auch finanziell förderungswürdig sind. Das EUFIS bietet seinen Absolvent/inn/en und Profis darüber hinaus einen gemeinsamen Berufsverband mit vielen Services, Unterstützung und professionellem Austausch.

Jüngste Entwicklung

Neben den 4 bestehenden Traditionen gibt es mittlerweile eine wachsende Zahl an Anbietern von Strömangeboten unter neuen, oft ähnlichen Namen. Diese sind in der Regel Absolvent/inn/en der einen und/oder anderen Tradtition, oft auf einen Schwerpunkt des Angebotes spezialisiert, häufig auch mit zusätzlichen eigenen Ideen, Methoden oder Angeboten bereichert.

 

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